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Gigaliner, Megaliner, 60-Tonner - einige Fakten
zu Straßenschäden
In der letzten Zeit wird über die Einführung
sogenannter Gigaliner LKW diskutiert. Sie werden auch Megaliner oder
schlicht 60 Tonner Noch sinnvoller ist meines Erachtens die Förderung des Intermodalen Verkehrs z.B. mit folgenden Systemen
Es ist unverständlich, dass dieses gute System in der deutschen Öffentlichkeit nicht diskutiert wird. Die Belastung einer Straße hängt nicht vom Gesamtgewicht eines LKW ab, sondern von der Achslast, der Bereifung (Einzel- oder Zwillingsbereifung) und der Art der Federung (Luft- oder Blattfeder).
Es gibt seit Jahrzehnten diverse Gutachten (z.B. den AASHO Roadtest), die folgendes belegen: Einfachbereifung ist ca. 1,5 bis 2 mal schädlicher als Zwillingsbereifung, ähnlich verhält es sich mit Blattfedern zu Luftfeder.
Bislang ist folgendes bekannt: Die Belastung der Straße durch die Achslast steigt in der 4. Potenz mit dem Gewicht.
Das heißt eine Achslast von 10t ist bereits 2,44 mal schädlicher als eine 8t Achse.
Beispiel: eine 8t zu 11,5t Achse (8t hoch 4 = Faktor 4096, 11,5t hoch 4 = 17.490, 4096 zu 17.490 = 4,27). Das heißt eine Achslast von 11,5t ist bereits 4,27 mal schädlicher als eine 8t Achse.
Die EU hat unter dem Namen COST334 Mitte bis Ende der 90'er Jahre
eine ausgiebige Untersuchung durchgeführt. arbeitet
mit sogenannten TCF (Tyre Configuration Factor) und AWF (Axle Wear
Factor) Parametern. Was das alles ist,
Hier ist eine Balkengrafik des AWF (Axle-Wear-Factor) verschiedener Achslasten nach Cost334 Bei 8,0t Achslast habe ich den AWF vom 295/80R22,5 Zwillingsreifen mit der Achslast 1 zu 1 dargestellt. Blau ist die linear steigende Achslast, bunt die verschiedenen Straßenschädigungsfaktoren, der unterschiedlichen Reifengrößen
So kann man schnell und übersichtlich die anderen
Erkennbar ist z.B. das der neue 495/45R22.5 Super-Single (grüner Balken) als der
heute übliche 315er Zwillingsreifen (schwarzer Balken) Dieser Reifen ist ca. 2.5 mal (250%) schädlicher als ein vergleichbarer Zwillingsreifen mit 315/80R22,5
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Hier ein Vergleich zwischen EU-40-Tonner und bis gut 60-Tonnern anderer Länder: |
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Heutiger EU-LKW mit der typischen Einzelbereifung am Auflieger und der sehr straßenschädigen 11,5 t Antriebsachse und insgesamt nur 12 Reifen.
Wenn diese EU-LKW - Konfiguration mit 40 t Gesamtgewicht 100 % Straßenbelastung verursacht,
dann...... |
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... verursacht
dieser 6-Achser mit Zwillingsbereifung und beispielsweise 47 t Gesamtgewicht pro Tonne Nutzlast ca. 50 % weniger Straßenbelastung als der übliche EU-5-Achser. Der 6-Achser hat 22 statt 12 Reifen.
Das Gewicht verteilt sich |
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Hier ist ein schwedischer 60-tonner. Er
hat tatsächlich 8 Achsen, wie Befürworter in Deutschland auch angeben. Die Achslast ist 11t für die Antriebsachse und 7 je singelbereifter Achse, macht 60 in der Summe. Das ist durchaus etwas besser als ein EU-40t je Tonne Nutzlast, aber immer noch sehr straßenschädigend. Eine bessere Version wäre:
Für 60t. müsste ein zwillingsbereifter Dolly benutzt werden. Nur eine Antriebsachse ist für 60t
aber im Winter zumindest |
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Hier ein Prototyp aus Niedersachsen. Er hat 25,25m Länge, momentan aber nur 40t Gesamtgewicht. Na Na Na, wo ist den die 8-te Achse geblieben? |
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Dieser 7-Achser mit Zwillingsbereifung und beispielsweise 57 t Gesamtgewicht verursacht pro Tonne Nutzlast ebenfalls ca. 50 % weniger Straßenbelastung als der übliche EU-5-Achser. Voraussetzung sind die oben genannten
maximalen Achslasten.
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Dieser 8-Achser mit Zwillingsbereifung und beispielsweise 64 t
Gesamtgewicht Das Bild stammt aus Neuseeland. Das Problem der EU ist massiv der Single-Reifen an Aufliegern und dann, die aber weniger stark, die 11,5t Antriebsachse. Kommt der 495er Super-Single, ist er der Haupttäter!! Bei diesem ca. 60-Tonner liegt er
Dieselverbrauch pro Tonne |
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Hier die Straßenschädigung eines
standard EU Sattelschleppers
Der Gesamtwert nach |
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Hier die Straßenschädigung eines
US-Amerikanischen Sattelschleppers
Der Gesamtwert nach
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Hier einige Beispiele für straßenschonende LKW Bauweise, mit niedrigen Achslasten und Zwillingsbereifung bei gleichzeitig hohen Gesamtgewichten. Der Dieselverbrauch liegt ca. 15-30% je Tonne Nutzlast niedriger als bei den in der EU vorhandenen 5-Achsern mit hauptsächlich Einzelbereifung. Die Belastung der Straßen nimmt mit der Achslaststeigerung in der 4. Potenz zu. Daher sind Zwillingsreifen mit maximal 8 t Achslast wesentlich straßenschonender als mit einfach Bereifung wie bei uns in der EU. Ob solche langen Fahrzeuge in der EU sinnvoll sind oder nicht soll hier gar nicht beantwortet werden. Ich will nur das technisch Mögliche darstellen. |
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B-Train aus Kanada mit 62.5 t Gesamtgewicht, sehr Straßenschonend, da alles mit Zwillingsbereifung und Luftfeder |
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| Das (oben) ist ein
sogenannter B-Train (Kanada/USA) oder B-Double (Australien/Neuseeland).
Dies ist nach Untersuchungen dieser Länder die fahrstabilste Variante von LVC (Long-Vehicle-Combinations). Zusehen ist der erster Auflieger von hinten mit einer Sattelkupplung am Ende des Auflieger-Chassis auf welcher ein 2. Auflieger gesattelt wird. |
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| B-Train in Australien, dort heißen sie "B-Double" auch hier alles Zwillingsreifen mit 20t für je 3 Achsen am Auflieger!! | |||||||
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| wie vorher der Silo, jetzt für Holz. B-Double aus Australien, übrigens mit weniger als 20 m Wendekreis!!! | |||||||
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| diesmal mit
Mack-Renault-Zugmaschine, aus
Australien. So wird er auch in der EU aussehen, nur mit dem Unterschied
der straßenschädigenen Single-Bereifung |
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